Ich habe eine Business-Idee!!! Und was mache ich damit jetzt?

Ingo Stefes

Im Prinzip geht es uns doch allen ganz oft so: Wir sind in einen Vorgang, ein System oder ähnliches eingebunden und denken uns, “das müsste doch auch anders gehen!”. Und wenn wir dann unseren persönlichen “Heureka-Moment” haben und eine Idee haben, wie man den Prozess besser gestalten kann, dann denken wir auch ganz oft “und wie kann ich damit jetzt Geld verdienen?!". Wir beginnen zu grübeln, schreiben oder malen die Idee auf und viel zu oft steht am Ende der Gedanke: “Wäre schön, wenn das mal jemand umsetzt.”, nur uns selber sehen wir in dieser Rolle viel zu selten.

Ein Grund dafür ist, dass man erst einmal überblicken muss, was denn so die ersten Schritte auf dem Weg zum Startup sind. Überall gibt es zahlreiche Informationen, was man alles tun soll. Es soll "lean" sein, "iterativ", monetarisierbar, digital, skalierbar usw… Viele Buzzwords, wenig Übersicht für den Mensch, der doch eigentlich nur eine kleine Idee hatte. Das kann total demotivieren, logisch. 

Der erste Schritt: Schau dir das Problem genau an

Die Idee ist fein, die ist aber erstmal nicht so relevant. Zunächst muss man identifizieren ob andere das gleiche/ähnliche Problem auch haben. Man kann sich grundsätzlich daran orientieren, dass alle Produkte und Dienstleistungen Antworten auf Probleme sind, sie sind Lösungen. Ein Startup ist dazu noch generell eine Hypothese und du hast als Unternehmer dann die ehrenvolle Aufgabe diese zu überprüfen. Das immer im Hinterkopf behalten!

Was man als zunächst machen müsste ist, mit Freunden sprechen, die sich in einem ähnlichen Feld bewegen, wie man selbst, als man das Problem identifiziert hat. Beispiel: Du bist Mechaniker und dir begegnet immer wieder dieses eine Problem. Sprich also mit anderen Mechanikern und frag sie nach ihren Problemen. Man sollte aber NICHT über die Lösung sprechen. Das kommt viel später. Man spricht mit den Interviewpartnern aber - viel wichtiger - auch darüber, ob sie Freunde haben, die so ähnlich denken. Mit denen spricht man dann natürlich auch. Man kann/sollte zudem auch in online-Foren mal nach entsprechenden Problemen fragen. Ganz nebenbei erarbeitet man sich so die erste Zielkundschaft zum testen. Hieraus eine Persona erstellen... easy!

Jetzt hat man einen Überblick, ob das Problem nur bei einem selber auftritt, oder nicht. Vielleicht haben andere ja bereits eine Lösung, die sie nutzen? Sollte es bereits diese Lösung geben, die aber kein Schwein kennt/nutzt - dann finde raus woran das liegt. Das sind die ersten Schritte.

Der nächste Schritt: Der Business Modell Canvas

Und jetzt kommt, ganz grob, der nächste Schritt, den man aus unserer Sicht machen sollte: Also! Ab zum Copyshop und den Business Model Canvas in DIN A0 ausdrucken lassen. Den befestigt man an die Wand und dann besorgt man sich verschiedenfarbige Postings und ein paar Filzstifte. Der Rest ist eigentlich selbsterklärend. Den Business Model Canvas kann man bei strategyzer.com runterladen und dort stehen im Prinzip alle Fragen drauf, die man für seine Idee beantworten muss. Die Reihenfolge in der man sinnvoller Weise diese Fragen beantwortet findet man als Video hier. Beim STARTPLATZ gibt es hier eine schriftliche, deutsche Anleitung. Keine Sorge, das sieht komplizierter aus, als es ist. Denn eigentlich ist das alles nur gesunder Menschenverstand. Der Business Modell Canvas möchte von euch nur Antworten auf  Fragen, die ihr auch einem Freund stellen würde, wenn sie oder er von der Multi-Millionen-Dollar-Idee erzählt. Traut euch mal ran!

Und wo ist nun die Verbindung zum Startup Sprint? Beim Startup Sprint helfen euch die Mentoren wie man den Business Model Canvas benutzt - ganz auf eure Idee angepasst und im Rahmend er Startup Sprint Schule auf einer generellen Ebene. Sie gehen mit dem Team alle Felder durch und geben sinnvolle Tipps und Hinweise. So wird das Tool direkt praktisch angewendet.